Geld verdienen mit Apps? Streetspotr im Test

Streetspotr_klein Streetspotr verspricht Geld im Vorbeigehen zu verdienen. Jeder, der ein Smartphone hat, kann sich die kostenlose App herunterladen und sofort loslegen. Die Registrierung ist schnell und einfach.

Sobald der Download erfolgt ist kann man Aufträge annehmen. Ein Blick auf die Auftragskarte verrät: Allein in meiner unmittelbaren Nähe (Hamburg Innenstadt) gibt es ca. 10 Spots, die angenommen werden können. Hierunter befinden sich ein paar unentgeltliche, die lediglich Punkte bringen sowie welche mit echter Bezahlung. Die Vergütung reicht von 2,00-5,00€. Für die 2,00€ Jobs muss man beispielsweise eine Speisekarte fotografieren, ein kurzes Video von einem Restaurant machen und ein paar Fragen beantworten. Geschätzte Arbeitsdauer mindestens 5- 10 Min.

Die 5,00€ Jobs sind deutlich umfangreicher. Hier erwartet der Auftraggeber, der im übrigen nicht angegeben wird, dass 5-10 Fotos von außen und innen von einem bestimmten Lokal gemacht werden sollen. Sowie 2 kurze Videos und eine umfangreicherere Recherche zu dem Getränkeangebot. Hierfür ist man locker 15 Min. beschäftigt.

Viele Spots, viel Aufwand

Streetspotr_Spots

Hinter jedem hell grüen Spot mit einem S verbirgt sich ein 5€ Spot

Ist das lohnenswert? Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Als Ersatz für einen Nebenjob taugt Streespotr wohl eher nicht. Andere Beschäftigungen, auch geringfügig qualifizierte, sind da wohl deutlich lohnenswerter. Auch variiert die Anzahl der offenen Spots stark. Mal sind kaum welche zu finden, an anderen Tagen herrscht große Auswahl. Zudem ist die Art und Weise des Auftrags nicht dazu geeignet hiervon mehrere nacheinander zu machen. Beispielsweise befinden sich allein auf der Hamburger Reeperbahn ca. 25 Spots für einen „Gastro-Check“ bei dem die Lokalitäten fotografiert und beschrieben werden sollen. Wer es sportlich nimmt, kann theoretisch an einem Abend 125€ mitnehmen. Nur, wer hat schon Lust von Laden zu Laden zu rennen und insgesamt über 200 Fotos zu machen und hochzuladen.
Allerdings, wenn man sich sowieso vor Ort befindet und in verschiedenen Läden ein Bier trinken geht, kann man im Vorbeigehen locker ein paar € mitnehmen.

Unklarer Auftraggeber, wenig Abwechslung

Leider ist bei den meisten Jobs nicht klar, wer den Auftrag erteilt hat und wofür das Material verwendet wird. Bei dem „Gastro-Check“ lässt sich vermuten, dass die Inhalte für ein Online-Reiseführer oder vergleichbares genutzt werden. Dennoch würde hier etwas mehr Transparenz gut tun.
Ebenfalls mangelt es an Vielfalt. Außer „Gastro-Checks“ gibt es vor allem die Kontrolle von Werbemitteln als Auftrag. Dabei gäbe sicherlich mehr, wofür sich eine „Mobile Worforce“ nutzen lässt. Man darf gespannt sein, wie sich Streetspotr weiterentwickelt. Genügend Anwendungsmöglichkeiten gibt es auf jeden Fall. Zudem ist die App absolut einfach zu bedienen und läuft sehr stabil.