Mit Mobile SEO Kunden finden

Mobile First! Im Oktober 2016 hat Google angekündigt den Suchindex für Mobilgeräte zum Hauptindex zu befördern. Websites, die nicht konsequent für Smartphones optimiert sind, verlieren nach dem Update in 2017 deutlich an Sichtbarkeit in den Suchergebnisseiten.

Der Hintergrund ist, dass seit geraumer die Anzahl der Suchanfragen von Smartphones die von anderen Geräten deutlich übersteigen. Tendenz kontinuierlich zunehmend. Google möchte daher eine bestmögliche Nutzererfahrung garantieren. Die Bedeutung einer intakten Mobile-Infrastruktur wächst somit ungemein. Unternehmen, die nicht kosenquent eine Ausrichtung auf Smartphones vornehmen, laufen Gefahr spürbar Reichweite einzubüßen.

Schnelle Ladezeiten sind wichtig

40% der potenziellen Besucher verlassen eine Website wieder, wenn die Ladezeit auf dem Smartphone 3 Sekunden oder länger benötigt. Natürlich kann jeder, der sich an alte Modemverbindungen erinnern kann, dieses Anspruchsdenken als verwöhnt ansehen. Ändern lässt sich daran aber nichts. Daher ist ein Investment in schnellere  Ladezeiten sehr nachhaltig. Die folgende Checkliste kann dabei helfen Potenziale zu finden:

    1. Bilddateien komprimieren:
      Große Dateien verlangsamen den Aufbau einer Seite spürbar. Insbesondere, wenn die Datenverbindung über das Mobilfunknetz nicht optimal ist. Daher gilt es Bilder so „leicht“ wie möglich abzuspeichern, um selbst bei größeren Abmessungen nicht über 70 KB pro Datei zu landen. Bei Grafikdateien, die nicht zu farbenfroh sind, empfiehlt sich diese im .png Format zu komprimieren. Hilfestellung bietet, neben verschiedenen Grafikprogrammen, das webbasierte Tool Tinypng. Das Einsparugspotenzial liegt hier nicht selten bei 60-70% – ohne deutlichen Qualitätsverlust in Kauf nehmen zu müssen.
    2. Accelerated Mobile Pages (AMP):
      Dieser spezielle HTML Standard optimiert die Ladezeiten der Inhalte auf Smartphone Displays. Es werden zuerst nur die Inhalte angezeigt, die im direkten Sichtbereich liegen, anstatt das komplette Laden der Seite abzuwarten. Der gewünschte Inhalt ist durch dieses Verfahren bis zu 4 Mal schneller verfügbar. Für die Aufnahme einer Website in die Kategorie „Schlagzeilen“, die automatisch zu passenden Suhanfragen oberhalb der Ergebnisse erscheinen, ist die Nutzung des AMP Standards Pflicht. Mobile Websites, die diesen Standard nicht verwenden erscheinen dort gar nicht erst. In den regulären Suchergebnissen werden AMPs besser geranked und als diese ausgewiesen.
    3. CSS, Javscript und Serverzeiten:
      Mithilfe von Tools wie Webpagetest.org oder Google Mobile Friendly Test, kann das Optimierungspotenzial im Code der Seite identifiziert werden. Allerdings sind nicht alle Handlungsempfehlungen der Tools zwingend eindeutig.

Google Maps Eintrag optimieren:

Mobile Suchanfragen bei Google

Ergebnis der Suchanfrage nach einem Restaurant in Hamburg vom Smartphone aus. Bewertungen, Entfernung und Öffnungszeiten sind direkt sichtbar und können auch als Filter verwendet werden.

Die Suche nach lokalen Informationen ist einer der wesentlichen sog. Micro Moments, die in einer breiten Google Studie identifiziert wurden. Denn die Anfrage zu lokalen Geschäften und Restaurants erfolgt häufig von unterwegs.
Für alle stationären Geschäfte ist ein gut gepflegter Google Maps Eintrag Pflicht. Die Entscheidung für ein Ergbenis erfolgt in wenigen Sekunden. Die Angaben zu den Öffnungszeiten und die Anzahl von (positiven) Bewertungen sind neben dem Bezug zum aktuellen Standort wichtige Kriterien für das Ranking. Um den eigenen Google Eintrag bearbeiten zu können, ist es notwendig die Inhaberschaft bei Google zu verifizieren. Dies erfolgt auf dem Postweg und dauert wenige Tage. Danach kann der eigene Google Eintrag persönlich gestaltet werden, was auf jeden Fall empfehlenswert ist. Es ist immer wieder überraschend, wie oft Geschäftsinhaber dies noch nicht getan haben. Oftmals sind in solchen Fällen von Google automatisch zugeordnete Bilder oder Schnapsschüsse aus Nutzerbewertungen, der erste visuelle Eindruck von Restaurants. Und diese Zufallsbilder sind nicht immer vorteilhaft. Daher ist es ratsam, eine individuelle Gestaltung vorzunehmen. Allerdings sollte man bei der Optimierung des Inhaltes nicht nur die Suchmaschine vor Augen zu haben, sondern den späteren Kunden. Als positives Beispiel für einen professionellen Google Maps Eintrag kann der British Concept Store Kittels in Hamburg dienen. 360 Grad Aufnahmen vermitteln einen guten Eindruck der Räumlichkeiten, alle Daten sind aktuell und vollständig.

 

 

Google live: Auskunft zur Besucherfrequenz

Google Live Tracking Über 70% der in Deutschland genutzten Smartphones nutzen das von Google entwickelte Betriebssystem Android. Bei Nutzern, die der Erfassung von Geo-Daten zugestimmt haben, ist so eine Auswertung von Bewegungsdaten möglich. Anhand dieser Datengrundlage wird in Kombination mit weiteren Daten, wie z.B. Umfragen und Bewertungen die erwartete zeitliche Auslastung hochgerechnet. Es darf vermutet werden, dass diese Daten zukünftig auch ein Kriterium für das Mobile-Ranking sein können.

Weitere Artikel