Geo-Targeting

Geo-Targeting ist die große Stärke von Mobile Marketing. Kein Marketingkanal erlaubt eine so persönliche Ansprache anhand des Aufenthaltortes. Voraussetzung: Der Smartphone Besitzer lässt die Ortung zu. Zudem fragen meist Apps nach der Installation, ob diese auf die Standortdaten zugreifen dürfen. Warum? Ganz einfach. Geo-Daten sind Gold wert und veredeln das Werbeinventar der App.
Nutzer können so an bestimmten Standorten mit passender Werbung angesprochen werden, wenn diese mobile Websites oder Apps nutzen.
Aber auch ohne die Standortabfrage ist wirkungsvolles Geo-Marketing möglich. Eine Übersicht.

Geo-Fencing über Mobilfunkmasten

Geo-Fencing

Ist die SMS tot? Keineswegs- SMS Nachricht als Mobile Marketing Instrument

Mobiltelefone brauchen die Verbindung zu Mobilfunkmasten, um eine Verbindung herzustellen. Mobilfunkanbieter haben so die Möglichkeit zu sehen, über welchen Standort sich ein Gerät verbindet und können eine passende SMS oder MMS zu lokalen Angeboten versenden. Vorausgesetzt: Das Opt-in des Vertragspartners liegt vor, wie z.B. bei o2 Local Kunden.,die den Empfang von Werbung zu lokalen Vorteilen zugestimmt haben.

Beacons: Messaging über Bluetooth

Beacons sind kleine Sender, die über Bluetooth Low Energy (BLE) u.a. Nachrichten senden können. Diese werden über Apps ausgespielt, sobald sich jemand nähert. Die Reichweite beträgt, abhängig von den Beacons sowie der Platzierung (dicke Schaufensterscheiben wirken sich negativ auf die Reichweite aus), einen ungefähren Radius von 10- 60 Meter. Allerdings muss diese Person neben der passenden App das Opt-in zur aktiven Benachrichtung aktiviert habe sowie Bluetooth eingeschaltet haben. Hm… Klingt nach einer überschaubaren Grundgesamtheit… Und genau hier liegt das Problem dieser Werbeform- bis auf Testcases ist noch nicht viel passiert. Zu den reichweitenstärksten Apps, die diese Funktion anbieten gehört Barcoo.Diese App erlaubt es Push-Nachrichten an Nutzer in der Umgebung zu senden und diese mit Landingpages, wie z.B. Coupons auszustatten.

Sportscheck, Beacons

Über Beacons können u.a. Mobile Coupons versendet werden

Location Based Advertising

Erlaubt man es dem Gerät, den eigenen Standort zu verwenden, kann lokal basierte Werbung ausgespielt werden. Ein Klassiker ist z.B. der Hinweis auf eine Restaurant-Kette in der Innenstadt. Der Werbebanner liefert die ungefähre Distanz zum Lokal und verbindet sich bei einem Klick mit Google Maps, um die genaue Route anzuzeigen.
Das Ausspielen findet über native Apps und mobile Websites statt, wenn diese in passender Umgebung aufgerufen werden.

Zielgruppenansprache über Bewegungsprofile

Aber nicht nur der aktuelle Standort ist ein interessantes Kriterium für das Targeting. Für die Identifikation einer Zielgruppe verraten die im Laufe der Zeit gesammelten  Standorte auch viel über Lebensgewohnheiten. Besucht diese Person häufig Flughäfen oder Bahnhöfe? Wird der Flughafen nur besucht oder findet sogar eine Reisebewegung statt? Zudem noch der Check-in in ein Hotel? Dann handelt es sich wahrscheinlich um einen Geschäftsreisenden. Die ideale Werbezielgruppe für beispielsweise Hotels oder Mietwagen. Spezialdienstleister, wie z.B. Adsquare sind auf das erstellen geobasierter Zielgruppen spezialisiert.

Zu den Bewegungsprofilen ist es möglich, den aktuellen(!) Aufenthaltsort als Targeting-Kriterium hinzuzufügen. Beispielsweise um Geschäftsreisende genau am Flughafen anzusprechen, um ein Mietwagenangebot zu bewerben. Aufgrund der Europäischen Datenschutzverordnung dürfen diese Daten nur anonymisiert gespeichert und keiner Person zugeordnet werden.

Bewegungsprofile: Schöne neue Welt

Wie genau Bewegungsprofile eine Übersicht der täglichen Aktivitäten bieten, können Androidanwender einfach über den persönlichen Google Login sehen: https://maps.google.com/locationhistory/

bewegungsprofil

Mein Bewegungsprofil der letzten 7 Tage