Optionen für den Einzelhandel

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Passanten in Frankfurt am Main: Standorte verraten in Kombination mit weiteren Daten viel über die Eigenschaften von Personen.

Wie bekomme ich die passenden Kunden in mein Geschäft? Mit welchen Daten kann der Erfolg gemessen werden?

Durch gezieltes Targeting und ein passendes Datenkozept können Smartphonenutzer identifiziert werden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in die passende Zielgruppe gehören. Besuchte Standorte, Wohnort, Alter, Gechlecht und Interessen bieten umfangreiche Optionen zur Segmentierung der Zielgruppe. Anders als bei browserbasierten Cookies, die meist eine Gültigkeit von 30 Tagen besitzen, sind Smartphones, als seh persönliches Gerät, langfristig einer Person zuzordnen. Die sog. IDFA (Identifier for Advertisers) bleibt solange Konstant, bis das Gerät gewechselt oder auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt wird. ein langer Zeitraum also, um Daten sammeln. Neben den passenden Daten müssen die Kreation sowie das Timing stimmen. Google hat hierzu eine umfangreiche Studie zur Motivation der Smartphonenutzung erstellt. (Micro Moments) Durch die passende Botschaft im richtigen Moment, kann der passende eine Werbebotschaft erhalten haben und dann wieder in der Filiale gesehen wurden. Hierdurch haben Werbetreibende die Möglichkeit einen weiteren Indikator für die Wirkung von Mobile Werbung heranzuziehen
Die Strategien zur Umsetzung der Meßbarkeit sind hierbei sehr unterschiedlich und beruhen auf verschiedenen Werbe-und Trackingansätzen.

Geo-Targting mit klassischem Display-Marketing:

Location Based Advertising

xad ermöglicht das Targeting anhand aktueller und historischer Aufenthaltsorte

Um die Zielgruppe in einem geografisch passendem Bereich zu erreichen, gibt es verschiedene Optionen. Klassischerweise können Längen- und Breitengrade, Standortadressen oder andere Daten zur Definition eines Zielgebietes als Grundlage dienen. Smartphones bieten zudem die Möglichkeiten über Mobilfunkmasten und Wifi-Verbindungen eine detaillierte Positionsbestimmung zuzulassen und auch Bewegungsmuster sowie Aufenthaltsorte auszuwerten. Wird beispielsweise die IDFA (Identifer for Advertisers) eines Smartphones regelmäßig in Hotels, Flughäfen und Büroviertelen gesehen, können diese Informationen, oft in Kombination mit weiteren Daten, wie z.B. dem Surfverhalten, dazu genutzt werden, die Zielgruppe Geschäftsreisende zu segmentieren. Genauso lassen sich Besucher bestimmter Gegenden oder Kaufhäuser ansprechen.

Welchen Einfluß eine solche Mobile Marketing Maßnahme hat, ist Gegenstand einer kontinuierlichen Debatte. Unumstritten hingegen ist, dass das Potenzial enorm ist, wenn man es richtig macht.Die Optionen zur Messung sind unterschiedlich und müssen genau mit der Kampagnenstrategie abgestimmt werden.

Prüfung der Filialfrequenz:

Erfolgreiche Marketingstrategien haben idealerweise spürbare Effekte auf den Absatz, der sich z.B. einfach anhand der Umsätze schnell auswerten lässt. Werbetreibende interessiert vor allem, welchen Anteil die jeweilige Maßnahme zum direkten Umsatz beigetragen hat, damit eine ideale Budgetallokation stattfinden kann. Der Erfolg von Smartphone Werbung lässt hier auf unterschiedlichste Weise messen.
Eine Option ist es, die ausgelieferten Ad Requests hinsichtlich des Standortes auszuwerten. Beispielsweise kann so gesehen werden, ob jemand den eine Werbebotschaft erreicht hat, später das Geschäft betreten hat. Der Nachteil dieser Messmethode ist, dass zur Wiedererkennung innerhalb des Geschäftes ein erneuter Ad Request zur erfolgreichen Verifizierung ausgeführt werden muss.
Sicherlich nutzen viele Menschen das Smartphone auch innerhalb des Geschäftes, dennoch sind die Streuverluste enorm und können maximal als Näherungswert dienen.

Couponing & Kataloge: Direkter Rückkanal möglich

Eine andere Herangehensweise bieten Coupons. Abhängig von der Anbindung an die lokale Infrastruktur können diese Aufschluß darüber geben, zu welcher Kampagne der jeweilige Coupon gehört. Der Nachteil: Coupons einzulösen ist in Deutschland nicht sonderlich verbreitet.  Insbesondere Mobile-Couponing Prozesse sind Kunden sowie Einzelhändlern meist unbekannt.
Anders ist das bei Nutzern von spezialisierten Couponing-Apps, wie beispielsweise Barcoo oder Scondoo. Hier können Kunden nach dem Kauf des beworbenen Produktes den Kassenbon hochladen und erhalten hierfür einen Cashbackvorteil. Die Preisvorteile werden zumeist noch mit Push-Nachrichten beworben, sobald ein Nutzer den Umkreis (Geo-Fence) einer Filiale betritt. Ebenfalls kann unter bestimmten Voraussetzungen belegt werden, ob der Nutzer dieser Cashback-Apps vorher in den integrierten Katalogen Kontakt mit den Produkten des Filialisten hatte, um ein Indiz für die Werbewirksamkeit zu erhalten. So kann ein direkter Zusammenhang zwischen dem digitalen Blättern im Katalog und dem späteren Besuch eines Geschäftes gezogen werden.

 

 

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