Mobile Marketing- Standardformate

Die Formate für Werbung auf Smartphones sind zahlreich. Zu den bekanntesten Mobile Marketing Standardformaten gehören:

  • Mobile Leaderboard (320x50px, 300x75px)
  • Medium Rectangle (300x250px)
  • Interstitial (320x480px)

Die angegebenen Pixelgrößen sind nur Richtwerte und hängen davon ab, bei welchen Apps und Mobile Websites (MEW) die Werbung ausgespielt wird. Auch, ob die Werbemittel für Retina Displays optimiert sein sollen, spielt bei den Pixelmaßen eine entscheidende Rolle.

Mobile Leaderboard: Hohe Reichweite

Mobile_LeaderboardDieses Format ist wohl die bekannteste Platzierung. Nahezu jede App und MEW bietet diesen Ad Slot an. In den meisten Fällen findet die Platzierung im Kopfbereich des Screens statt (daher auch der Name Leaderboard), gelegentlich ist er aber auch am unteren Ende oder mittig anzufinden. Gerade bei Kampagnen mit dem Ziel max. Reichweite zu erzielen wird er oft verwendet, da, neben der hohen Kompatibilität, die Kosten deutlich geringer sind als bei größeren Formaten. Ein weiterer Vorteil ist die i.d.R. geringere Dateigröße, die, anders als bei sog. Rich Media Formaten, die Ladezeiten sowie den Datenverbauch des Nutzers eher gering beeinflusst. Wichtig ist bei der Erstellung, dass der Banner nicht mit Inhalten überfrachtet ist und alle Informationen klar lesbar sind, was bei der Größe nicht immer einfach ist. Oft wird daher oft zu animierten Varianten gegriffen, die die Kernaussagen hintereinander kommunizieren. Die durchschnittlichen Klickraten hängen natürlich immer von der Kreation, der Zielgruppe und dem verwendeten Targeting ab. Meiner persönlichen Erfahrung nach variiert diese von 0,1-0,5 % und liegt damit, logischerweise, deutlich unter großformatigen Werbeformen.

 

Medium Rectangle:

medieum_rectangleMeistens werden diese Banner mittig im Inhalt platziert, was ihnen auch die Bezeichnung Content Ad einbringt. Im Vergleich zum Leaderboard Banner, werden sie verstärkt für Branding-Kampagne eingesetzt, da die Größe mehr Spielraum für die Kreation lässt und somit auch visuell ansprechendere Kommunikation möglich ist. Die Klickrate ist hier etwas höher und liegt meiner Erfahrung nach bei 0,2-0,75 %. Wobei die Klickrate natürlich nicht immer der wesentlichste KPI ist. Gerade bei animierten Formaten ist die Dauer der Interaktion mit dem Werbemittel ebenfalls wichtig. Oftmals werden Medium Rectangle Banner auch dazu eingesetzt um Bewegtbildinhalte zu bewerben. Die große Stärke dieses Formats ist, dass es, anders als der Interstitial, keine Inhalte überlagert sondern zwischen den Inhalten platziert ist.

 

Interstitial: Die Nervensäge

interstitialIntertsitials gehören zu den wohl aufmerksamkeitsstärksten aber auch nervigsten Werbeformaten. Meistens öffnen sie sich bei dem Start einer App oder dem Betreten einer MEW. Nachdem Google Publisher, die diese Werbeform verwenden, im Ranking abstraft, ist die Verwendung leicht zurückgegangen. Zwar sind noch keine dramatischen Rankingverluste großer Mobile Websites bekannt geworden, doch es ist zu erwarten, dass die Verwendung von aufdringlichen Formaten dazu führen wird. Der Hintegrund ist, dass die Interstitials sich über den Inhalt legen und somit die User Experience deutlich verschlechtern. Ebenfalls wirken sich Intertsitials aufgrund der Größe negativ auf die Ladezeiten aus und optimierte Ladezeiten sind bei Google ein wichtiges Kriterium, um die Qualität einer Website zu bewerten. Trotzdem gehört diese Werbeform bei vielen Agenturen (noch) zu den beliebtesten, da die Werbebotschaft nur schwer ignoriert werden kann und oft hohe Klickraten (CTR) verspricht. Diese liegen nicht selten bei 0,8- 5 %. Allerdings ist hier auch viel Augenwischerei im Spiel. Bei einer überdurchschnittlich hohen CTR ist oftmals nicht nur der Call-to-Action Button verlinkt, sondern der ganze Banner. Nutzer, die den Banner einfach nur schnell schließen möchten und den X-Button verfehlen lösen somit unfreiwillig Klicks aus. In der Werbebranche wird dies auch als Wurstfinger-Effekt bezeichnet.